Alarmierende Studie: DVPB fordert Stärkung der Politischen Bildung an Schulen

Demokratie-Auftrag von Schule erfüllen, Politische Bildung stärken!
DVPB fordert von der Kultusministerkonferenz eine Stärkung der Politischen Bildung an Schulen

Ein heute veröffentlichtes bundesweites Ranking für die Sekundarstufe I belegt den geringen Stellenwert der Politischen Bildung in den Stundentafeln der allgemeinbildenden Schulen (vgl. Gökbudak/Hedtke 2018): Für das Schulfach der Politischen Bildung stehen durchschnittlich nur gut zwei Prozent der gesamten Lernzeit zur Verfügung! Eine weitere aktuelle Studie der Universität Bielefeld für Nordrhein-Westfalen zeigt, dass im engeren Sinne politische Themen auch in den Ländern, die im Bundesranking recht gut abschneiden, in den Kernlehrplänen eher schwach verankert sein können. Das gilt insbesondere im Vergleich zu wirtschaftlichen Themen. So setzen sich laut Lehrplan nordrhein-westfälische Gymnasiasten nur 17 Minuten pro Woche mit politischen Themen auseinander, für andere Schulformen sieht es kaum besser aus (vgl. Gökbudak/Hedtke 2017, 13 ff.).
Angesichts dieser alarmierenden Befunde stellt die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) an die Kultusministerkonferenz drei zentrale Forderungen, um für mehr und für bessere Politische Bildung an den allgemeinbildenden Schulen zu sorgen.
Hier geht es zur Pressemitteilung der DVPB
Hier finden Sie den Appell „Demokratie-Auftrag von Schule erfüllen, Politische Bildung stärken!“ der DVPB
Hier finden Sie einen aktuellen Bericht von Spiegel-Online über das Ranking Politische Bildung 2017.

Auf diese Studien bezieht sich die DVPB:
Gökbudak, Mahir / Hedtke, Reinhold: Ranking Politische Bildung 2017. Politische Bildung an allgemein bildenden Schulen der Sekundarstufe I. Bielefeld, Januar 2018: Universität Bielefeld.
Gökbudak, Mahir / Hedtke, Reinhold: 17 Minuten Politik, 20 Sekunden Redezeit. Daten zum Politikunterricht in der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen. Working Paper No. 6 der Didaktik der Sozialwissenschaften. Bielefeld, November 2017: Universität Bielefeld.