Fridays for Future

Der Bundesvorstand der DVPB verfolgt mit großem Interesse die seit einigen Monaten sich ereignenden Schüler_innenproteste „Fridays for Future“. Wir sind beeindruckt von der Leidenschaft und dem Engagement der jungen Leute, die in zahlreichen Ländern auf die Straße gehen, um sich für Ihre und letztlich unser aller Zukunft einzusetzen.

Stellvertretend für die vielen durchaus auch kontroversen Diskussionen und Wortmeldungen, die sich innerhalb des Bundesvorstands, aber auch in den Landesverbänden und der gesamten Mitgliedschaft der DVPB zu diesem Thema ergeben haben und ergeben, veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags einen Kommentar unseres Vorstandsmitglieds Prof. Dr. Sibylle Reinhardt aus der Zeitschrift Gesellschaft • Wirtschaft • Politik (GWP), Heft 1/2019, S. 1-4.

Friday-for-Future-GWP-2-2019

http://dvpb.de/wp-content/uploads/2019/05/Friday-for-Future-GWP-2-2019.pdf

Stellungnahme der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) zur Ausladung Dr. Philipp Ruchs vom Bundeskongress Politische Bildung 2019

Der Bundesvorstand der DVPB wurde am 11.02. darüber in Kenntnis gesetzt, dass Herr Dr. Philipp Ruch vom Zentrum für politische Schönheit auf Anweisung des Bundesinnenministeriums (BMI) vom Bundeskongress Politische Bildung ausgeladen wurde. Wir halten diese Vorgehensweise für unangemessen.

Der Bundesvorstand der DVPB hat als Teil des Organisationsteams gemeinsam mit dem bap und der Bundeszentrale für politische Bildung Herrn Dr. Ruch eingeladen. An dem zu seiner Ausladung führenden Entscheidungsprozess war der Bundesvorstand der DVPB hingegen zu keiner Zeit einbezogen.

Der Bundesvorstand der DVPB hat am 13. und am 15.02. gegenüber der bpb und dem BMI schriftlich dargelegt, warum wir die Ausladung Herrn Dr. Ruchs für falsch halten.
Aus Sicht der DVPB widerspricht die Ausladung dem Geist der Veranstaltung. Der Bundeskongress ist als ein Forum anzusehen, in dem alle im Spektrum einer demokratischen politischen Bildung zu verortenden Positionen zuzulassen sind. Dass Herr Ruch als kontroverse Persönlichkeit des öffentlichen Lebens zu sehen ist, war bereits bekannt als er eingeladen wurde.
Der DVPB Bundesvorstand

Sozialwissenschaftliche Bildung zählt zum Kern des Bildungsauftrags öffentlicher Schulen und bedarf eines integrativen Unterrichtsfachs der Politischen Bildung!

Die DVPB und der Verband der Lehrerinnen und Lehrer der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Frankreich (APSES) fordern eine Bildungspolitik, die der Bedeutung sozialwissenschaftlicher Bildung an öffentlichen Schulen gerecht wird. Sozialwissenschaftliche Bildung zählt zum Kern des Bildungsauftrags öffentlicher Schulen und bedarf eines integrativen Unterrichtsfachs der Politischen Bildung!

GEMEINSAME STELLUNGNAHME VON GPJE, DVPB UND DVPW-SEKTION ZUR AfD-MELDEPLATTFORM „NEUTRALE SCHULEN“

Mit der Aktion „Neutrale Schulen“, in deren Rahmen zahlreiche Landesverbände der AfD Lernende und Eltern zur Meldung von Lehrkräften aufrufen, die sich kritisch mit der Partei auseinandersetzen, missbraucht die AfD für durchsichtige parteipolitische Interessen die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) und der Sektion Politikwissenschaft und Politische Bildung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW-Sektion) appelliert die DVPB an alle Lehrkräfte, sich nicht von der AfD einschüchtern zu lassen und auch weiterhin ihrer Verpflichtung nachzukommen, antipluralistischen, diskriminierenden oder geschichtsrevisionistischen Positionen entschlossen entgegenzutreten:
Stellungnahme von GPJE, DVPB und DVPB-Sektion.