POLIS Podcast

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Am 04. April 2022 fand die Aufzeichnung der zweiten Ausgabe des POLIS-Podcasts digital via ZOOM statt. Der Podcast ist ein Format der Fach- und Verbandszeitschrift POLIS, herausgegeben von der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) e.V. (www.dvpb.de)

In dieser Ausgabe haben sich Dr. Gudrun Heinrich (Universität Rostock) und Dr. Steve Kenner (Freie Universität Berlin), verantwortliche Redakteur*innen der Ausgabe und Mitglieder des Bundesvorstandes der DVPB drei Gäste eingeladen, die mit ihrer Expertise aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam die Frage diskutierten, wie sich Demokratie und Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern und wie politische Bildung darauf reagieren kann und muss.

Die Gäste waren:

Ulrika Engler, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung Homepage der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen: https://demokratie.niedersachsen.de/startseite/

Prof. Dr. Matthias Busch, Fachdidaktik Gesellschaftswissenschaften, Universität Trier Homepage: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/profil/fachgebiete/didaktik-der-gesellschaftswissenschaften/personen/prof-dr-matthias-busch

Dejan Mihajlović, Lehrer und Referent beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg Homepage: https://mihajlovicfreiburg.com/

Zeitschrift POLIS 02/2021: Klimapolitik

Durch das zunehmende öffentliche Interesse und nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung hat Klimapolitik einen festen Platz auf der politischen Agenda errungen. Mit der wachsenden gesellschaftlichen Aufmerksamkeit verändern sich auch die politischen Handlungsspielräume. Diese Ausgabe beschäftigt sich damit, wie Klimapolitik verstanden werden kann, beleuchtet die Perspektive von Jugendlichen und Kindern auf das Thema und zeigt in der Didaktischen Werkstatt Strategien gegen den Missbrauch scheinbar klimapolitischer Argumentation durch Akteur*innen der extremen Rechten auf.

  • Edda Müller „Wie steht es um die Klimapolitik?“
  • Werner Friedrichs „Terrestrisch-Werden – Politische Bildungen im Anthropozän“
  • Steve Kenner „Engagement für den Klimaschutz als politische Bildungserfahrung“
  • Yvonne Blöcker, Birgit Redlich „Grundschulkinder und ihre Sichtweisen auf Umwelt- und Klimaprobleme“
  • Klara Kauhausen, Yannick Passeick „Völkischer Klimaschutz?! Strategien zum Umgang mit der Besetzung ökologischer Themen durch rechte Ideologien“

POLIS-Podcast: Politische Bildung und Digitalisierung in Forschung und Praxis

Am 04. April 2022 findet die Aufzeichnung der zweiten Ausgabe des POLIS-Podcasts digital via ZOOM statt. Der Podcast ist ein Format der Fach- und Verbandszeitschrift POLIS, herausgegeben von der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) e.V.

In dieser Aufgabe haben sich Dr. Gudrun Heinrich und Dr. Steve Kenner, verantwortliche Redakteur*innen der Ausgabe und Mitglieder des Bundesvorstandes der DVPB drei Gäste eingeladen, die mit ihrer Expertise aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam die Frage diskutieren, wie sich Demokratie und Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern und wie politische Bildung darauf reagieren kann und muss.  Die Gäste:

  • Ulrika Engler, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung
  • Prof. Dr. Matthias Busch, Universität Trier
  • Dejan Mihajlović, Lehrer und Referent beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg

Sie können bei der Aufzeichnung live dabei sein und sich mit Fragen via Chat beteiligen.
Melden Sie sich dafür bis zum 31. März 2022 an. Mail an: politische.bildung@uni-rostock.de

Urteilsfähigkeit statt Ideologie: Schulische Bildung muss zur demokratischen Persönlichkeitsentwicklung beitragen

Der Bundesvorstand der Deutsche Vereinigung für Politische Bildung unterstützt die Stellungnahme „Urteilsfähigkeit statt Ideologie: Schulische Bildung muss zur demokratischen Persönlichkeitsentwicklung beitragen“ des DVPB-Landesverbandes Sachsen zum Antrag der sächsischen AfD-Landtagsfraktion “Ökonomie statt Ideologie”. Die Stellungnahme kann hier abgerufen werden.

Zeitschrift POLIS 01/2021: Inclusive Citizenship

Ausgehend von Ideen der Citizenship Studies entwickelte sich die Forschungsperspektive Inclusive Citizenship für die politische Bildung. Im Zentrum des Ansatzes Inclusive Citizenship steht das Spannungsverhältnis zwischen zwei Bedeutungsdimensionen von Citizenship. Citizenship als Ordnung auf der einen Seite sowie Citizenship als Acts auf der anderen. Mit Acts of Citizenship sind diejenigen Kämpfe bezeichnet, mit denen genau diese Citizenship-Ordnungen infrage gestellt oder transformiert werden. In dieser Ausgabe wird dabei auf die migrationsgesellschaftlichen Aspekte fokussiert. Dieser Schwerpunkt zielt darauf, diesen Ansatz theoretisch zu vertiefen, sein Potenzial empirisch auszuloten und seine Grenzen zu diskutieren.

  • Engin Isin „Bedeutungen von Citizenship“
  • Nora Siklodi „Die Faszination (und das Fehlen davon) der europäischen Agenda der dualen Citizenship“
  • Andrea Szukala „Politische Bildung und demokratische Inklusion durch Bürgerschaft“Helge Schwiertz „Radikaldemokratische Bürgerschaft und migrantische Selbstorganisierung“
  • Malte Kleinschmidt / Dirk Lange „Inclusive Citizenship als Bildungspraxis – provisorische Leitlinien“

DVPB-Positionspapier: Berufungen auf Professuren der Fachdidaktik Politik bzw. Sozialwissenschaften / politische Bildung

Professuren für „Politische Bildung“ oder „Politik-Didaktik“ haben den Sinn, die Lehramtsausbildung für die politische Bildung an den Schulen des jeweiligen Landes zu stärken. Nur die Schulen erreichen die gesamte junge Bevölkerung und geben die Chance, die demokratische Zukunft der jungen Generationen durch Unterricht zu fördern. Die Notwendigkeit politisch-demokratischer Bildung für unser Gemeinwesen ist in den letzten Jahren immer sichtbarer geworden.

Wissenschaftliche Fachdidaktik „Politik“ oder „Sozialwissenschaften“ erarbeitet und vermittelt Professionswissen für die Lehre im Fachunterricht und im Schulleben sowie in der außerschulischen politischen Bildung, sie bedeutet also die Verklammerung von Praxis und Theorie und umgekehrt. Ausgewiesene schulische oder außerschulische Praxis ist unerlässlich in Kombination mit der nachgewiesenen theoretischen Verarbeitung dieser Erfahrungen. Hinzu kommt die Erforschung von Prozessen und Wirkungen beim Lernen und Lehren sowie die Entwicklung von Konzeptionen für den Unterricht.

Ausbilder für eine Profession sollten auch in der universitären Phase der Ausbildung beide Qualifikationen mitbringen: sie sollten durch hervorragende Forschung und Publikationen sozialwissenschaftlich-fachlich ausgewiesen sein und sie sollten diese Profession praktisch selbst beherrschen, wie dies in den klassischen Professionen völlig selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

Die Praxis-Dimension wird im Regelfall durch zwei Staatsexamen und Lehrerfahrungen in der Schule nachgewiesen. Im Fall der politischen Bildung sind auch ausgedehnte und reflektierte Lehrerfahrungen in der außerschulischen politischen Bildung denkbar, sofern dabei die Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Lernorten wichtig war.

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung fordert die für schulische Bildung zuständigen Ministerien und die Universitäten und Pädagogischen Hochschulen auf, Professuren für die politische Bildung mit Blick auf die professionelle Ausbildung von Lehrenden auszu- schreiben und die o.g. Kriterien zu formulieren: Sozialwissenschaftliche fachliche Kompetenz im wissenschaftlichen Bereich und professionelle Kompetenz für die Lehre in der schulischen und/oder außerschulischen Lehre der politischen Bildung.

Der Bundesvorstand der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB)
am 16.07.2020

Zeitschrift POLIS 04/2020: Politische Bildung als Extremismusprävention

Politische Bildung soll die Entwicklung von Mündigkeit fördern und zur politischen Urteils- und Handlungsfähigkeit führen. Sie soll darüber präventiv gegen antidemokratische Menschen verachtende und Menschenrechte missachtende Einstellungen und Verhaltensweisen wirken. Politische Bildung ist aber viel mehr als Prävention gegen politischen Extremismus, darin sind sich die Autorinnen und Autoren dieses Heftes einig. Samuel Salzborn erörtert zunächst den in der bundesdeutschen Forschung weit verbreiteten statischen Extremismusbegriff, der auf der Annahme einer genuin nicht-extremistischen Mitte und zweier extremistischer Pole in der Gesellschaft beruht, und stellt diesem einen dynamischen gegenüber. Susanne Achour und Thomas Gill setzen sich kritisch mit dem Präventionsgedanken auseinander und zeigen auf, dass ein sicherheitspolitisches Konzept von Extremismusprävention in der politischen Bildung nicht brauchbar ist.

Daran knüpfen die Überlegungen von Benedikt Widmaier an, der danach fragt, ob die freiheitlich demokratische Grundordnung überhaupt ein Leitbegriff politischer Bildung sein kann. Katharina Rhein wirft einen Blick in die Geschichte der politischen Bildung und zeigt auf, wie sie in den Anfangsjahren der Bundesrepublik im Sinne eines positiven Verfassungsschutzes begriffen wurde. In der Didaktischen Werkstatt beschäftigen sich Martina Tschirner und Christoph Bauer mit aktuellen Unterrichtsmaterialien, die zur Prävention von Linksextremismus konzipiert wurden. Im Impuls dokumentieren wir eine Stellungnahme der Landeszentralen für politische Bildung zur aktuellen Lage und künftigen Aufgaben der politischen Bildung.

  • Samuel Salzborn „Extremismus und/oder Demokratie?! Zur Kritik des Extremismuskonzepts“
  • Susanne Achour/Thomas Gill „Extremismusprävention als politische Bildung?“
  • Benedikt Widmaier „Die ,freiheitliche demokratische Grundordnung´ – ein Leitbegriff für die politische Bildung?“
  • Katharina Rhein „Politische Bildung als positiver Verfassungsschutz? – Über ein deprimierendes Demokratieverständnis“
  • Martina Tschirner/Christoph Bauer „, Aufgeklärt statt autonom´: Eine fragwürdige Kampagne zur ,Prävention von Linksextremismus´“

Zeitschrift POLIS 03/2020: Sprachbildung im Politikunterricht

In den vergangenen Jahren hat Sprachbildung als fächerübergreifende Kompetenz Einzug in die bundesdeutschen Lehrpläne genommen. Das übergreifende Ziel ist es, über das Erlernen von Fachsprache bildungssprachliche Fähigkeiten zu erwerben, die gesellschaftliche Teilhabe im weitesten Sinne ermöglichen. Im Rahmen eines klaren Entwicklungskonzeptes von Alltagssprache zu Bildungssprache sind auch die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer aufgefordert, sich mit diesem Thema vertieft auseinanderzusetzen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis auszuarbeiten. Mit der Förderung von Sprachkompetenz im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht stellen sich auch grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von Sprache und Politik erneut.

In einem Überblick erläutert Constanze Spieß aus sprachwissenschaftlicher Perspektive politische Kommunikation und zeigt auf, wie dabei Sprache strategisch genutzt wird. Welche Voraussetzungen und Implikationen das Verhältnis von Sprache und Politik insbesondere für das lernende Subjekt und damit auch für politische Lehr-Lernsituationen hat, arbeitet Marc Partetzke heraus. Annemarie Jordan blickt in ihrem Beitrag darauf, welche Bedeutung Unterrichtsprache im Kompetenzerwerb hat und diskutiert, welche Hürden sich für Schüler*innen im Erreichen politischer Mündigkeit in Verbindung mit der Sprachfähigkeit ergeben können. Sven Oleschko fragt in seinem Beitrag, wie die Forderung nach Sprachbildung im Fachunterricht praktisch umgesetzt werden kann. Er plädiert dafür, den sprachsensiblen Fachunterricht als Chance zu begreifen. In der Didaktischen Werkstatt stellen Sabine Manzel und Claudia Forkarth den Lehr-Lern-Zyklus als praktisches Element zur Sprachbildung im Politikunterricht vor.

Auch in der Zeit des coronabedingten Lockdowns hat sich die enge Verbindung zwischen Sprache und Politik gezeigt: So sind beispielsweise in Berlin Transparente und Graffiti genutzt worden, um trotz sozialer Isolation die politische Sprache nicht zu verlieren. Bilder davon finden sich in dieser Ausgabe.

  • Constanze Spieß „Macht Sprache Politik? Ein Überblick über Funktionen, Merkmale, Handlungsfelder und Ebenen politischer Kommunikation“
  • Marc Partetzke „Sprache und Politiklernen“
  • Annemarie Jordan „Sprachkompetenz als Hürde für politische Mündigkeit?“
  • Sven Oleschko „Sozialwissenschaftsunterricht war noch nie sprachlos und sollte es auch nicht werden“
  • Sabine Manzel/Claudia Forkarth „Sprachbildung und Politisches Urteilen durch den textsortenbasieren Lehr-Lern-Zyklus anleiten – Ideen für die Unterrichtspraxis“