13. Bundeskongress Politische Bildung: Programm und Anmeldung

Der 13. Bundeskongress Politische Bildung findet vom 19.-21. März 2015 in Duisburg statt. Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und Bundesausschuss Politische Bildung (bap) bietet die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) ein interessantes und vielfältiges Programm zum Kongressthema „Ungleichheiten in der Demokratie“ (http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/13-bundeskongress-politische-bildung-ungleichheiten-in-der-demokratie/).

Eine Anmeldung zum Bundeskongress Politische Bildung ist (bei begrenzten Teilnahmeplätzen) bis zum 25. Februar 2015 auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung möglich:
https://www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/13-bundeskongress-politische-bildung-ungleichheiten-in-der-demokratie/197788/anmeldung-zum-13-bundeskongress-politische-bildung

Zeitschrift POLIS 01/2014: Political Correctness – Ist korrekt auch immer gut?

Die Feminisierung der Sprache hat die Rabaukin und die Vorständin erzeugt, während sich zu Mitgliedern noch immer keine „Mitgliederinnen“ gesellen. Aber wird der Vollpfosten – das unlängst von der Duden-Redaktion aufgenommene Substantiv – ohne weibliches Pendant bleiben können? Was ist sprachlich und damit politisch korrekt bzw. inkorrekt? Die Beispiele zeigen, dass die Diskussion über Political Correctness (PC) tief in der gesellschaftspolitischen Debatte verwurzelt ist. Aus diesem Grund nimmt das vorliegende Heft ausgewählte Aspekte dieses ebenso zeit- wie uferlosen Themas in den Blick.

Die Politikwissenschaftlerin Gudrun Hentges stellt einleitend die Entwicklung und die Begriffsgeschichte der PC dar. Den Einfluss der Medien auf die Diskussion – insbesondere der neuen Medien – beschreibt der Redakteur der Rheinischen Post, Gregor Mayntz. Der ehemalige taz-Redakteur Daniel Haufler fragt u. a., ob das Binnen-I bei denen, die sich darüber ärgern, als eine Art Stolperstein zum Nachdenken anregen kann. Anna Klein geht in ihrem Beitrag der Frage nach, in welcher Form Alltagsrassismus sicht- und spürbar wird. Johannes Schillo analysiert, was hinter der lslamkritik steckt und zeigt, wie ideologisch die Auseinandersetzung mit „dem Islam“ ist.

Dirk Schulze beleuchtet die genderspezifischen Aspekte der Debatte um politische Korrektheit. Wie im Alltag weiterhin mit Nazi-Begriffen umgegangen wird und inwieweit dabei sensible Wachsamkeit schwindet, thematisiert Thorsten Eitz. In der Didaktischen Werkstatt zeigt Alice Lanzke, wie verbreitet „politisch inkorrekte“ Hassseiten im Internet sind und gibt Hinweise, wie diesen entgegengewirkt werden kann.

  • Gudrun Hentges „Geschichte und Intention der Political Correctness“
  • Gregor Mayntz „PC und Medien“
  • Daniel Haufler „Die Debatte um das große „I““
  • Anna Klein „Rassismus im Alltag – oder: Rassismus ist Alltag“
  • Johannes Schillo „Wie viel Islamkritik ist erlaubt?“
  • Thorsten Eitz „Belastete Wörter“
  • Dirk Schulz „Wirkliche oder willkürliche Wirklichkeit? Die Geschlechterfrage zwischen Wissenschaft, Politik und Ideologie“
  • Alice Lanzke „„Political Incorrect“ – Hass im Internet“

In Gedenken an Dr. Herbert Knepper

In Gedenken an Dr. Herbert Knepper, langjähriger Bundesvorsitzender und Ehrenvorsitzender der DVPB

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In Gedenken an

Dr. Herbert Knepper
(15. September 1933 – 23. August 2013)

Bundesvorsitzender der DVPB (1986-1994)
Ehrenvorsitzender der DVPB (seit 2007)

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung trauert um ihr

langjähriges Mitglied.

Über Jahrzehnte hat Dr. Herbert Knepper die DVPB in

vielfältigen Funktionen gestaltet und inhaltlich geprägt.

Er wird uns fehlen – als Kollege, als Ratgeber, als Kritiker und

als Freund.

Prof. Dr. Dirk Lange

Bundesvorsitzender der DVPB

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Zeitschrift POLIS 03/2013: Professionalisierung in der Politischen Bildung

„Was bedeutet Professionalität in der politischen Erwachsenenbildung und wie ist es um die Fähigkeiten der dort Beschäftigten bestellt? Danach fragt im ersten Teil dieses POLIS-Heftes Falk Scheidig und stellt grundsätzliche Überlegungen zum Theorie-Praxis-Verhältnis und zur wissenschaftlichen Fundierung der Erwachsenenbildung an. Julia Alfänger, Robert Cywinski und Arne Elias stellen erste Ergebnisse einer Studie vor, die der Fragenachgeht, inwiefern sich die vielfältigen prekären Einkommens- und Beschäftigungsverhältnisse in der Weiterbildung auf die Professionalität auswirken können. Schließlich zeigen Nadine Balzterund Achim Schröder, dass außerschulische politische Jugendbildung Wirksamkeit entfalten kann.

Im zweiten Teil des Heftes greifen wir die aktuelle Debatte über Konzepte in der politischen Bildung auf. Die Redaktion bat Georg Weißeno und seine Mitautoren einerseits sowie Wolfgang Sander andererseits Stellung zu beziehen und einige Fragen, die sich aus Sicht der Redaktion im Zusammenhang dieser Debatte ergeben, zu beantworten. Leider ist nur Wolfgang Sander dieser Bitte mit dem Beitrag „Bildung durch Politikunterricht“ nachgekommen. In der Didaktischen Werkstatt stellt Edwin Stiller das Lernjournal als Instrument in der Fort- und Weiterbildung vor.“

  • Falk Scheidig „Professionalität politischer Erwachsenenbildung?“
  • Julia Alfänger, Robert Cywinski, Arne Elias „Weiterbildung als Beruf“
  • Nadine Balzter, Achim Schröder „Persönliche und politische Orientierung durch außerschulische politische Jugendbildung“
  • POLIS-Redaktion „Zur aktuellen Diskussion über Konzepte in der politischen Bildung“
  • Wolfgang Sander „Bildung durch Politikunterricht“
  • Edwin Stiller „Das Lernjournal“

Zeitschrift POLIS 02/2013: Kritische Politische Bildung

Macht es im Jahre 2013 noch Sinn, von „Kritischer“ Politischer Bildung zu sprechen, wenn der Terminus eine Unterscheidung treffen soll? Muss Politische Bildung nicht per se „kritisch“ sein? Impliziert dies nicht schon das Kontroversitätsprinzip des Beutelsbacher Konsenses? Ein Antwortspektrum muss mindestens die Historizität des Terminus berücksichtigen. Deshalb erscheint es unverzichtbar, zunächst Bernhard Claußen als den Politikdidaktiker zu Wort kommen zu lassen, der mit seiner „Kritischen Politikdidaktik“ (1981) im Rekurs auf die „Frankfurter Schule“ den historischen Markstein für diese Begriffsverwendung gesetzt hat.

Demgegenüber müssen diejenigen, die heute von „Kritischer Politischer Bildung“ sprechen, die Berechtigung des Etiketts erklären. Diesen Versuch unternimmt Bettina Lösch als Mitherausgeberin des gleichnamigen Sammelbands. Klaus-Peter Hufer und Jens Korfkamp versuchen in ihrem Beitrag aus der Perspektive der Erwachsenenbildung eine Würdigung der aktuellen Diskussion. Dabei sehen sie die Möglichkeiten Kritischer Politischer Bildung durch einen output-orientierten ökonomistischen Mainstream der Politikdidaktik stark eingeschränkt.

Eine zusätzliche Erweiterung des Meinungsspektrums erfährt die Diskussion in dem anschließenden Interview-Format mit Antworten von Gudrun Hentges, Kerstin Pohl, Tonio Oeftering, Edwin Stiller und Fritz Reheis. Dessen Schüler Michael Görtler eruiert in der Didaktischen Werkstatt Möglichkeiten einer kritischen unterrichtlichen Begegnung mit dem Problem der Beschleunigung in einer durchökonomisierten Lebenswelt.

  • Bernhard Claußen „Kritische Politische Bildung und ihre Didaktik“
  • Bettina Lösch „Was heißt ‚kritische Politische Bildung‘ heute?“
  • Klaus-Peter Hufer und Jens Korfkamp „Kritische Politische Bildung?! – Ein Zwischenruf“
  • „Kritische Politische Bildung – heute?“ – POLIS fragte nach…
  • Michael Görtler „Die Beschleunigung von Lebenswelt und Politik

Zeitschrift POLIS 01/2013: Menschenrechte und Menschenrechtsbildung

Menschenrechte, die den Menschen nicht bekannt sind oder nicht verstanden werden, bleiben wirkungslos. Menschenrechtsbildung ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil der Entwicklung der Menschenrechte. POLIS stellt in diesem Heft unter schiedliche Facetten dieses Bildungsangebots vor. Peter Fritzsche beginnt mit einem Erfahrungsbericht aus seiner langjährigen Praxis der Menschenrechtsbildung. Sandra Reitz bietet dann einen Einblick in Theorie und Praxis der Menschenrechtsbildung von Amnesty International.

Diese NGO ist zu einem der einflussreichsten und vielseitigsten Anbieter im schulischen wie außerschulischen Bereich geworden. Oft wirkt Amnesty mit seiner Reputation wie ein Türöffner zum Thema. Peter und Thomas Kirchschläger informieren dann über „gute Praxis“ der Verankerung der Menschenrechtsbildung an der Pädagogischen Hochschule in Luzern. Mit guter Praxis in der Schule geht es im Interview mit der Bundeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen (UPS) Brigitte Wilhelm weiter, die über den Stellenwert der Menschenrechtsbildung an den UPS berichtet.

In der didaktischen Werkstatt zeigt dann zunächst Claudia Lohrenscheit, wie Kinderrechtsbildung zum Schlüssel für die Menschenrechtsbildung werden kann und welche didaktischen Hilfen beispielsweise mit „Compasito“ zur Verfügung stehen. Im zweiten Beitrag in dieser Rubrik stellen Anne von Oswald und Andrea Schmelz ihre (auch online verfügbare) Handreichung, „Lernen über Migration und Menschenrechte“ vor, in der eine aktuelle mit einer historischen Perspektive verbunden wird.

  • K. Peter Fritzsche „Erfahrungen mit der Menschenrechtsbildung“
  • Sandra Reitz „Der Beitrag von Amnesty International zur Menschenrechtsbildung“
  • Peter G. Kirchschläger und Thomas Kirchschläger „MultiplikatorInnen und die Zukunft im Fokus“
  • Interview Brigitte C. Wilhelm „Menschenrechtsbildung an UNESCO-Projektschulen“
  • Claudia Lohrenscheit „Kinderrechte mit Compasito & Co. Menschenrechtsbildung für und mit Kindern“
  • Anne von Oswald und Andrea Schmelz „Lernen über Migration und Menschenrechte: Der Umgang mit Flüchtlingen gestern und heute“

Zeitschrift POLIS 04/2012: Politische Bildung mit Migrantinnen und Migranten

Die politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft Bundesrepublik Deutschland hat ein großes Versäumnis nachzuholen: nämlich sich bei ihren Themen, Seminaren, Projekten und im Unterricht verstärkt um Migrantinnen und Migranten zu kümmern. Es leben derzeit über 19% Menschen mit dem sogenannten Migrationshintergrund hier, in wenigen Jahren werden es 30%, noch später vielleicht 50% sein. Doch wann ist jemand Migrantin oder Migrant und wann nicht mehr? Gibt es überhaupt „die“ Migrantinnen und Migranten? Welche Gruppen kann man erreichen, um sie für Politik zu interessieren und für Demokratie zu begeistern?

Das sind Fragen, die in diesem Polis-Heft gestellt und beantwortet werden. Deutlich wird bei den Beiträgen, dass es vor allem die außerschulische Jugendbildung ist, die hier mit kreativen, lebensweltnahen Konzepten Jugendliche unterschiedlicher Herkünfte ansprechen kann. Und es gibt interessante Nischen: die gewerkschaftliche Bildungsarbeit z.B. und der in der Fachdiskussion ausgeblendete Bereich informeller Bildung. Auch hier findet vielfach unerkannt, aber effektiv politische Bildung statt. Daneben erscheint die Politikdidaktik recht defizitär Die Lektüre der Beiträge macht deutlich, dass es ungewöhnlicher Wege bedarf, um junge und ältere Migrantinnen und Migranten für politische Bildung zu gewinnen.

Vor allem muss man sich von dem Pauschalbegriff „die Migranten“ freimachen und bei einer äußerst heterogenen Adressaten-, Teilnehmer- und Schülerschaft Sensibilität entwickeln für die Anerkennung jeweils verschiedener Subjekte in immer besonderen Lebenswelten. Dabei ist es notwendig, sich von einem engen Politikbegriff zu lösen und sich zu öffnen für ein am Alltag orientiertes Politikverständnis.

  • Interview Ina Bielenberg „Wir müssen die Angebote bekannter machen.“
  • Interview Birgit Jagusch „Politische Jugendbildung in VJMs“
  • Benno Hafeneger „Migration und politische Jugendbildung“
  • Jutta Weduwen „Nationalsozialistische Geschichte in der deutschen Einwanderungsgesellschaft“
  • Giovanni Pollice und Oliver Venske „Hier drin ist das kein Thema!“
  • Susann Gessner „Politische Bildung jenseits der Migrationsgesellschaft“
  • Karim Fereidooni und Karim Hassan „Diversitätsbewusste Didaktik im Politikunterricht“

Zeitschrift POLIS 03/2012: Partizipation – Nachlese zum Bundeskongress

Das vorliegende POLIS-Heft „Partizipation“ widmet sich einer ersten Nachlese des Bundeskongresses Politische Bildung. Die bereits bewährte Kooperation zwischen der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung wurde erstmalig um den Bundesausschuss Politische Bildung erweitert. Mit seinen vielfältigen Angeboten und über 900 Teilnehmenden wurde der Berliner Bundeskongress von vielen als ein High – light empfunden. Und das zu Recht.

Es war ein Ort anspruchsvoller Information, Reflexion, Fortbildung und Vernetzung auf dem Feld der Politischen Bildung. Schon jetzt beginnen die Gespräche für den Bundeskongress 2015 – dann wieder zum traditionellen Termin im März. Die folgenden Fachbeiträge setzen sich aus mehreren Perspektiven mit dem Themenfeld „Partizipation und Politische Bildung“ auseinander. Es eröffnet Colin Crouch mit seinem Hauptvortrag über neue Partizipationsformen als Kennzeichen der Postdemokratie. Mit seinen Thesen hat er die politikwissenschaftliche Debatte der vergangenen Jahre erheblich mitbestimmt.

Wolfgang Sander, Reinhold Hedtke und Werner Friedrich fragen jeweils kritisch an, ob „Partizipation“ nicht zu leichtfertig, quasi als ein Synonym für Demokratie und Politische Bildung verwendet wird. Mit verschiedenen didaktischen Argumentationen erörtern sie bestehende Probleme und mögliche Perspektiven (in Zeiten der Postdemokratie). Oskar Brilling dokumentiert in der Didaktischen Werkstatt einen Bundeskongress-Workshop zur Bedeutung des Klassenrates. Insgesamt soll dieses POLIS-Heft auch einen Vorgeschmack auf eine umfassende Dokumentation des Bundeskongresses geben, die im Wochenschau-Verlag erscheinen wird. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

  • Colin Crouch „Neue Formen der Partizipation als Markenzeichen der Postdemokratie?“
  • Wolfgang Sander „Partizipation – ein Konzept für politische Bildung?“
  • Reinhold Hedtke „Partizipation ist das Problem, nicht die Lösung“
  • Werner Friedrichs „Partizipation als Artikulation und Unterbrechung“
  • Oskar Brilling „Partizipation durch Klassenrat“

Zeitschrift POLIS 02/2012: außerschulische Lernorte

Dass das Lernen außerhalb des Klassenraums und der Schule sowie in Kooperation mit außerschulischen Lernpartnern das schulische Lernen in vielfältiger Weise fördert und ergänzt, ist mittlerweile weithin bekannt. Für die politische Bildung bietet sich eine Vielzahl von außerschulischen Lernorten an, von denen einige, wie Parlamente, Gerichte, Betriebe, aber auch Gedenkstätten eher zum „klassischen Inventar“ gehören. Hans Berkessel zeigt in seinem Beitrag für die Didaktische Werkstatt auf, wie ein Landtagsbesuch nutz bringend vor- und nachbereitet werden kann.

Die weiteren Beiträge im Themen schwerpunkt dieses Heftes befassen sich mit außerschulischen Lernorten und Projekten, die auch neue Ansätze aufweisen. So stellt Sascha Rex die außerschulische Jugendbildungsarbeit der deutschen Volkshochschulen vor und gibt einen Einblick, wie auch so genannte bildungsferne Jugendliche erreicht werden. Gleich zwei Beiträge beziehen sich auf den Zugang zum Umfeld lokaler Demokratie. Die Bremer Stadtforscher erforschen unter einem Rahmenthema die Stadt bzw. einen Stadtteil. Mit dem Wortspiel KasselAssel verbinden Oliver Emde und Maria Grüning ein Kinderreporterprojekt in Kassel, bei dem Schüler kommunale Probleme identifizieren und – ausgestattet mit entsprechendem Know How durch die Kooperation mit Lokalmedien – Fachleute zu dieser Problematik interviewen.

Die durchaus kritischen Interviews werden als Videoclips ins Netz gestellt. Marie Bludau und Bernd Overwien befassen sich grundlegend mit Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Trägern. Im Beitrag werden Formen und auch Probleme der Kooperation diskutiert, Forschungsergebnisse skizziert und schließlich Beispiele vorgestellt. Wir hoffen, dass auch diese Ausgabe der POLIS Ihr Interesse findet und Anregungen für die eigene Praxis bereithält.

  • Sascha Rex „Volkshochschule = Schule?“
  • Sonja Borski, Andreas Klee, Luisa Lemme und Sarah Meitzner „Die „Bremer Stadtforscher““
  • Oliver Emde und Maria Grüning „Die KasselAssel-KinderreporterInnen“
  • Marie Bludau und Bernd Overwien „Kooperation zwischen Schulen und außer – schulischen Trägern in der politischen Bildung“
  • Hans Berkessel „Das Parlament ist die Werkstatt der Demokratie“

Zeitschrift POLIS 01/2012: Partizipation

„Stuttgart 21“ hat eine breite Debatte über die Renaissance direkter Demokratie ausgelöst und die „Occupy“-Bewegung kann auf breite Unterstützung der Bevölkerung zählen. Welches aber sind die Voraussetzungen für Engagement und Partizipation? Inwieweit setzen diese auf Emanzipation abzielenden Begriffe gesellschaftliche Integration voraus und inwieweit kann politische Bildung einen Beitrag zu Partizipation leisten? Auf diese und ähnlich gelagerte Fragen gibt das vorliegende Heft Antworten.

Benedikt Widmaier fragt in seinem Beitrag, inwieweit Mitgliedschaften im Sportverein oder in politischen Parteien als bürgerschaftliches Engagement und damit als gemeinschaftsorientierte gesellschaftliche Teilnahme zu bezeichnen sind. Matthias Busch, Tilman Grammes und Christian Welniak plädieren dafür, sich mit den pädagogischen Traditionen des partizipatorischen Prinzips auseinanderzusetzen. Theo W. Länge und Jens Schmidt argumentiert für Erziehung und Ermunterung zu Partizipation über das Klassenzimmer und den Seminarraum hinaus auf die Straße zu tragen, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Widerhall zu finden. Sönke Zankel berichtet in der „Didaktischen Werkstatt“ über ein bemerkenswertes Forschungsprojekt, bei dem Schüler/innen Gleichaltrige zu einer Ausweitung der Mitbestimmungsrechte befragten, die sich für mehr direkte Demokratie aussprachen.

Wolfgang Gaise und Martina Gille skizzieren schließlich Ergebnisse der vom Deutschen Jugendinstitut im Jahre 2009 durchgeführten Studie „Politische Partizipation junger Menschen“. Durchweg wird (politische) Bildung in den Beiträgen als unabdingbares Fundament eines demokratischen Gemeinwesens skizziert. Somit ist die vorliegende Ausgabe der POLIS vor allem als Plädoyer zu begreifen – dafür, der „Diktatur des Sitzfleischs“ entgegenzutreten.

  • Benedikt Widmaier „Lifestyle-Politik und engagierte Bürgerschaft“
  • Theo Länge und Jens Schmidt „Politische Jugendbildung: Partizipation als Weg und Ziel“
  • Wolfgang Gaiser und Martina Gille „Politische Partizipation junger Menschen“
  • Matthias Busch, Tilman Grammes und Christian Welniak „Es kann sehr nett werden, wenn künftig die Schüler so Politik treiben“
  • Sönke Zankel „Schüler als Sozialforscher“