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Fachverbände fordern eine Überarbeitung der SWK-Stellungnahme zur Demokratiebildung

Problematische Stellungnahme der SWK zu Demokratiebildung als Auftrag der Schule – Fachverbände fordern eine Überarbeitung!

Die Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) mit dem Titel „Demokratiebildung als Auftrag der Schule – Bedeutung des historischen und politischen Fachunterrichts sowie Aufgabe aller Fächer und der Schulentwicklung“ setzt sich selbst das Ziel, „über Empfehlungen zur Bereitstellung kurzfristiger Unterstützungsmaßnahmen angesichts aktueller Konflikte und Krisen“ hinauszugehen und Anstöße „für eine bessere Verankerung schulischer Demokratiebildung durch die Formulierung von Kompetenzzielen, die Weiterentwicklung von Curricula, die Weiterentwicklung von Unterricht, Schule sowie Lehrkräftebildung“ zu formulieren. Dieses Ziel ist vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklung zu begrüßen, allerdings wird die Stellungnahme ihm in der aktuellen Form nicht gerecht.

Irreführende Problembeschreibung und fehlgeleitete Forderungen

Die SWK-Stellungnahme zeichnet sich durch eine verkürzte und zum Teil irreführende Beschreibung der Problemlage und der aus ihr abgeleiteten Forderungen aus, die weder auf wissenschaftlicher Ebene ausreichend begründet noch im Hinblick auf die praktische Ebene für die Stärkung der Demokratiebildung in der Schule förderlich erscheinen.

Hervorzuheben ist dabei die Forderung nach einer bundesweiten Vereinheitlichung von Standards der Demokratiebildung. Für sie fehlt in der Stellungnahme sowohl aus fachwissenschaftlicher als auch aus fachdidaktischer Perspektive eine solide Grundlage. Die Annahme, dass eine Vereinheitlichung der zu erreichenden Kompetenzen durch die Festlegung neuer verbindlicher Ziele die Verankerung der Demokratiebildung in der Schule grundsätzlich verbessern würde, wird im Rahmen der Stellungnahme nur unzureichend belegt. Sie repräsentiert aus politikdidaktischer Sicht auch nicht den aktuellen Forschungsstand in der deutschen fachdidaktischen Gemeinschaft, auch angesichts der bereits langjährigen Teilnahme von Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen an internationalen Programmen der vergleichenden politischen Bildungsforschung und Kompetenzmessung.

In der Stellungnahme werden darüber hinaus aufgrund des ausschließlichen Verweises auf ein bestimmtes, älteres Kompetenzmodell der Politikdidaktik heutige fachdidaktikwissenschaftliche Beiträge zu Demokratiekompetenzen, -fähigkeiten und -fertigkeiten wissenschaftlich nicht angemessen referiert. Angesichts einer seit Jahrzehnten plural strukturierten Disziplin, die sich durch international hoch anerkannte, unterschiedliche fachdidaktische Strömungen auszeichnet, besteht die Gefahr, dass einseitig und ohne hinreichende Begründung eine singuläre wissenschaftliche Perspektive curricular wirksam verankert wird. Auch bildungspolitisch zeigen bereits existierende KMK-Standards zur Lehrkräftebildung, die von allen Bundesländern umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt werden, anschaulich, dass (föderale) Vielfalt und Pluralität in der Demokratiebildung und in ihrer Forschung nicht als ein Hindernis, sondern als eine Stärke gesehen werden sollten. Eine zentrale Festlegung neuer Kompetenzen erscheint in diesem Kontext weder erforderlich noch wünschenswert.

Angesichts des besonderen Ziels der Stellungnahme, schulische Antworten gegenüber Radikalisierungstendenzen in der deutschen Gesellschaft zu begründen, muss darüber hinaus auf die unangemessene Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen und vermeintlich extremistischen Einstellungen von Schülerinnen hingewiesen werden. Das in den Sozialwissenschaften umstrittene Konzept „Extremismus“ wird in der Stellungnahme ohne kritische Einordnung auf Kinder und Jugendliche übertragen. Die Gefahr, die von dieser Konstruktion sowie von der Gleichsetzung und Relativierung verschiedener Phänomene politischer Entfremdung und Radikalisierung ausgeht, wird nicht reflektiert. Die stark verkürzte Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Einstellungen von Kindern und Jugendlichen ist in dieser Form problematisch.

Auch das Unterkapitel zur „Bedeutung der Schule für die Entwicklung demokratischer Einstellungen und politischer Partizipation“ lässt zentrale Diskursfelder aus und bezieht relevante empirische Erkenntnisse nicht mit ein. So zeigen Studien der letzten Jahre, dass Schülerinnen mit Formaten der Alibi-/Scheinpartizipation, auch in der Schule, konfrontiert sind und den Eindruck gewinnen, an entscheidenden Stellen nicht an Demokratie mitwirken zu können. Die Forderung nach einer Stärkung der demokratischen Schulentwicklung ohne hinreichende Auseinandersetzung mit nichtdemokratischen Strukturen erscheint insofern nur bedingt tragfähig.

Selektive Wahrnehmung existierender Forschung zur Demokratiebildung

Weiterhin werden im Rahmen der SWK-Stellungnahme wesentliche, für die Demokratiebildung essenzielle Perspektiven und Zugänge außer Acht gelassen. Diese Vernachlässigung beeinträchtigt die Möglichkeit, das Feld sowohl konzeptionell als auch praktisch weiterzuentwickeln. Ebenso wenig finden relevante Bestandteile der Demokratiebildung wie die Demokratiepädagogik, die sozio-ökonomische Bildung, die rassismus- und antisemitismuskritische Bildung, soziologische Perspektiven, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) oder Digital Citizenship Education ausreichend Beachtung. Die Stellungnahme befördert in diesem Zusammenhang eine unzulässige Verengung des Diskurses und blendet wichtige Impulse für die bildungspolitische, didaktische und theoretische Weiterentwicklung aus. Auch auf fachmethodischer Ebene bleibt die Stellungnahme selektiv. Es wird nicht hinreichend begründet, warum bestimmte methodische Zugänge, empirische Befunde und theoretische Konzepte hervorgehoben werden, während andere, potenziell ebenso relevante Perspektiven und Erkenntnisse gar keine Erwähnung finden. Diese einseitige Betrachtung schwächt die Fundierung der Argumentation erheblich.

Eingeschränkte Perspektive auf die schulische Praxis

Die Stellungnahme weist auch bei der Beschreibung der bildungspolitischen, curricularen und praktischen Gegebenheiten und Formate in den Bundesländern deutliche Schwächen auf. Aussagen, dass gerade in den nicht-gymnasialen Schulformen Verbundfächer dominieren (in großen Flächenländern wie Bayern und NRW ist in der Oberstufe gerade der sozialwissenschaftliche Ansatz vorherrschend), die (ab-)wertende Kategorisierung weit verbreiteter sozialwissenschaftlicher Ankerfächer der politischen Bildung als „gesellschaftswissenschaftliche Verbundfächer“ sowie die Priorisierung der Fächer Politik und Geschichte gegenüber anderen Fächerformaten zeugen von einer nur unzureichenden Auseinandersetzung mit der disziplinübergreifenden Debatte zur Etablierung der Demokratiebildung angesichts pluraler Traditionen und Formate in den Ländern.

Darüber hinaus wird die reale Vielfalt der Demokratiebildung auf Landesebene angesichts bestehender landesspezifischer Initiativen zur Förderung der Demokratiebildung nicht angemessen berücksichtigt. Zentrale Prinzipien der politischen Bildung wie die Subjektorientierung, die auch in vielen curricularen Vorgaben der Bundesländer verankert ist, finden in der Stellungnahme nahezu keine Erwähnung. Diese pädagogische und fachdidaktische Vereinseitigung beeinträchtigt die wissenschaftliche Stringenz und die praktische Relevanz der Stellungnahme erheblich.

Förderung der Demokratiebildung auf unterschiedlichen Ebenen begrüßenswert

Abschließend ist – trotz der aufgezeigten Kritikpunkte – die grundsätzliche Intention der SWK, die Bedeutung der Demokratiebildung hervorzuheben, nachdrücklich zu begrüßen. Vor allem die Empfehlungen, „Demokratiebildung auch als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip“ weiterzuentwickeln und ein durchgängiges Unterrichtsangebot für Fächer der politischen Bildung zu schaffen, stellen wichtige Bestandteile einer Förderung der Demokratiebildung an Schulen dar.

Diese Förderung muss jedoch notwendigerweise um eine institutionelle Förderung auf allen Ebenen und für alle Schulformen sowie eine Etablierung von mindestens zwei Stunden politischer Bildung pro Woche ab der ersten Klasse im regulären Stundenplan ergänzt werden. Hier können erfolgreiche Initiativen der Bundesländer, Fächern der Demokratiebildung in unterschiedlichen Schulformen mehr Raum zuzuweisen und durch gezielte bildungspolitische Förderung die Stärkung der Demokratiebildung voranzutreiben – die in der SWK-Stellungnahme nicht beachtet werden –, als Modelle herangezogen werden. In diesem Zusammenhang gilt es, zu einer stärkeren Vernetzung und Unterstützung bestehender Ansätze und Akteure im Bereich der Demokratiebildung beizutragen, um langfristig wirksame Strukturen zu etablieren. Die inhaltliche, methodische und bildungspolitische Engführung der SWK unterstützt diesen Prozess in ihrer aktuellen Form nicht.

Die einschlägigen Fachverbände fordern daher eine Überarbeitung der Stellungnahme.

Prof. Dr. Alexander Wohnig
Bundesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB)

Prof. Dr. Marc Partetzke
Sprecher der Gesellschaft für Politikdidaktik u. politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE)

Prof. Dr. Markus Gloe
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe)

J.Prof. Dr. Anja Bonfig
Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW)

Prof. Dr. Jörg Strübing
Ausschuss Soziologie in Schule und Lehre der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Delegierte wählen neuen Bundesvorstand

Am 23. November 2024 wählten die Mitglieder des größten Fachverbandes der politischen Bildung im Zuge der Delegiertenversammlung einen neuen Bundesvorstand.

Als Bundesvorsitzender wurde Prof. Dr. Alexander Wohnig (Universität Siegen) für eine zweite Amtszeit gewählt. Als Zweite Bundesvorsitzende wurden auch Prof. Dr. Andrea Szukala und Joshua Hausen, der zugleich erneut zum Schatzmeister bestimmt wurde, im Amt bestätigt. Erstmals wurden JProf. Dr. Steve Kenner als Zweiter Bundesvorsitzender in den engeren Kreis des Bundesvorstandes gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer bestätigten die Delegierten der DVPB mit Dr. Luisa Girnus, Dr. Gudrun Heinrich, Christel Schrieverhoff und Benedikt Widmaier vier Mitglieder im Amt. Erstmals in den Bundesvorstand wurde Ilka Hameister als Beisitzerin gewählt.

Prof. Dr.
Alexander Wohnig
JProf. Dr. Steve Kenner, Ilka Hameister, Christel Schrieverhoff, Joshua Hausen, Prof’in Dr’in Andrea Szukala, Dr. Gudrun Heichrich und Benedikt Widmaier (von links nach rechts)
Dr. Luisa Girnus wurde in Abwesenheit gewählt und hat die Wahl ebenfalls angenommen

Verabschiedet wurden mit Dr. Moritz Peter Haarmann und Prof. Dr. Sibylle Reinhardt zwei Mitglieder, die sich jahrelange verdienstvoll für den Bundesverband engagiert haben.

JProf. Dr. Steve Kenner (links) bedankt sich im Namen des gesamten Verbandes bei Prof. Dr. Sibylle Reinhardt (Mitte) und Dr. Moritz Peter Haarmann (rechts) für ihr langjähriges Engagement im Bundesvorstand der DVPB.

Stellungnahme der DVPB zum terroristischen Angriff auf Israel

23. Oktober 2023

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) ist zutiefst erschüttert von den terroristischen Angriffen auf Israel. Wir erklären uns solidarisch mit den Betroffenen und sprechen unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme aus. Angesichts der Situation in Deutschland und weltweit erklären wir zudem unsere große Besorgnis über einen wachsenden Antisemitismus und die Bedrohung jüdischer Bürgerinnen und Bürger und Einrichtungen:

Antisemitismus verletzt das Recht auf ein Leben frei von Angst und Diskriminierung.

Antisemitismus hat negative Auswirkungen auf unser Land und auf die Gesellschaft im Ganzen.

Durch die Förderung einer Ideologie, die auf Hass, Vorurteilen und der Annahme ungleichwertiger Identitäten basiert, stellt der Antisemitismus, wie jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, eine Bedrohung für die Verwirklichung der Menschenrechte aller Bürgerinnen und Bürger dar.

Als Verband unterstützen wir politische Bildnerinnen und Bildner, die in politischer und historisch-politischer Bildungsarbeit täglich dazu beitragen, dass das „Nie wieder“ in Bezug auf Antisemitismus im deutschen Alltag gelebt wird und Bürgerinnen und Bürger der Bedrohung jüdischen Lebens unmissverständlich entgegentreten. Die Profession Politische Bildung hat in Theorie und Praxis Materialien, Zugänge und Programme entwickelt, die Lehrerinnen und Lehrer sowie außerschulische Bildnerinnen und Bildner einsetzen können, um Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit kritisch zu thematisieren und ihnen entgegenzuarbeiten. Die DVPB erinnert nachdrücklich daran, solchen Ansätzen im schulischen und außerschulischen Alltag auch ausreichend Raum zu geben bzw. den Raum für eine antisemitismuskritische politische Bildung sowie eine Bildungsarbeit mit Fokus auf interkulturelle Konfliktbewältigung und Versöhnung zu schaffen.

Politische Bildung in reaktionären Zeiten – Buchvorstellung in Potsdam

13. Dezember 2022 – 18:00 Uhr, Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee

Politische Bildung in reaktionären Zeiten. Plädoyer für eine standhafte Schule. Buchvorstellung mit den Autor*innen Prof. Rico Behrens und Stefan Breuer

Das Buch „Politische Bildung in reaktionären Zeiten. Plädoyer für eine standhafte Schule“ bietet einen fallorientierten Einblick in aktuelle Herausforderungen in der Auseinandersetzung mit antidemokratischen Positionen und Einstellungen sowie handlungspraktische Anregungen für einen gelingenden Umgang. Der Workshop zeigt, wie das Buch im pädagogischen Alltag genutzt werden kann und stellt dabei verschiedene methodische Zugänge näher vor.

Alle Informationen finden Sie im Flyer.

Endlich wieder Politiklehrertag in Sachsen-Anhalt

Nach drei Jahren Zwangspause wegen Corona fand am 5. Oktober 2022 in Halle (Saale) unser diesjähriger Politiklehrertag statt und war ein großer Erfolg. Etwa 100 (hauptsächlich) Lehrer und Lehrerinnen trafen sich von 9 bis 16 Uhr im Dorint-Hotel – für viele ein großartiges, auch emotional positives Wiedersehen. Wir als Landesverband danken der Landeszentrale für politische Bildung herzlich, die den Tag ermöglichte!

Nach der Begrüßung durch Cornelia Habisch (LpB) und Mirko Bischoff (DVPB-LSA) betonte die Bildungsministerin des Landes, Eva Feußner, welche große Bedeutung die politische Bildung für die Demokratie habe und wie sehr die Landesregierung die schulischen und die außer-schulischen Bemühungen wertschätze. Die Anwesenheit und die kleine Ansprache der Ministerin wurden vom Publikum als ermutigend und bestätigend für ihre pädagogische Arbeit aufgenommen (so mein Eindruck).

Das erste Hauptreferat hielt Prof. Dr. Andreas Petrik (Martin-Luther-Universität Halle) zu Verschwörungserzählungen und möglichen Antworten in der Schule. Zentrale Texte dazu finden sich im „Didaktischen Koffer“. Hier wurden theoretische und empirische Hintergründe mit konkreten Ideen für den Politik-Unterricht (hier heißt das Fach „Sozialkunde“) verknüpft, was von Lehrerinnen und Lehrern als konstruktiv und hilfreich aufgenommen wurde. – Das zweite Hauptreferat hielt Felix Friedrich, CEO von The Buzzard UG. Dieser Medienstartup hat eine App entwickelt, die in Zeiten von Filterblasen und (a-)sozialen Medien jungen Menschen bei der Recherche politischer Phänomene und bei der Teilhabe an Diskursen helfen kann. Auch dieses Angebot für Unterricht wurde, unterstützt durch die Vorstellung von Buzzard in einem der work-shops, als Gewinn betrachtet.

Weniger positiv wurde die dann folgende Podiumsdiskussion zur kompetenten Vermittlung neuer Herausforderungen aufgenommen, deren Mitwirkende mit einer Ausnahme (Andreas Petrik) der Schule und dem Unterricht recht fern wirkten, so dass das schulische Publikum sich zwar normativ, aber nicht professionell angesprochen fühlte.

Am Nachmittag fanden fünf work-shops parallel statt. Inhalte waren: Unterschiedliche Demokratiemodelle und ihre Behandlung in der Sekundarstufe II, die oben erwähnte Buzzard-App für die Hände der Lehrkräfte, Corona-Proteste und Reichsbürger im Kontext Schule, das KonterBUNT-Training für die Stärkung von Argumenten und schließlich die Einschätzung der Grundrechte durch Jugendliche in Zeiten von Corona.

Mit einem interessanten Austausch über den Tag endete dieser. Aus Rückmeldungen ergaben sich auch Kritikpunkte: Gewünscht wurde die Möglichkeit zum Besuch zweier work-shops statt des Podiums; Lehrende an Berufs- und an Gemeinschaftsschulen sahen ihre Schulformen nicht im Programm berücksichtigt. Der Landesvorstand wird bei der Planung des nächsten Politiklehrertags diese Kritik erinnern.

(Sibylle Reinhardt)

30. Tag der Politischen Bildung Niedersachsen

Zum 30. Mal findet in diesem Jahr der Fachtag „Tag der Politische Bildung Niedersachsen“ der DVPB statt.

Zur Feier des Tages findet der „Tag der Politischen Bildung Niedersachsen“ in diesem Jahr im Niedersächsischen Landtag statt. Die Tagung ist zugleich eine anerkannte Lehrkräftefortbildung. Sie bietet Anregungen in Theorie und Praxis für die Arbeit von politischen Bildner*innen in der Schule und darüber hinaus.

Die DVPB Niedersachsen feiert das Jubiläum unter der Schirmfrauschaft der Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta. Gefördert wird die Veranstaltung vom Niedersächsischen Kultusministerium. Die Veranstaltung widmet sich in diesem Jahr der Landtagswahl als Thema der politischen Bildung, aber auch der politischen Bildung als Thema der Landtagswahl. Es wird fachwissenschaftliche Impulse u.a. von Prof. Dr. Simon F. Franzmann, Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung sowie praxisorientierte Workshops geben.

Der Tag endet mit einer Podiumsdiskussion zu der alle Fraktionen des Niedersächsischen Landtages Vertrer*innen entstandt haben. Bei dieser Podiumsveranstaltungen diskutieren die bildungspolitischen Sprecher*innen der Parteien mit dem Landesvorsitzenden Dr. Steve Kenner über die Zukunft der Politischen Bildung in Niedersachsen. Dabei stehen die Wahlprüfsteine im Fokus, die der Landesverband im Juni an die Parteien verschickt haben.

Mehr Informationen zum Tag der Politischen Bildung Niedersachsen erhalten Sie hier.

Eine Anmeldung ist noch möglich.

POLIS-Podcast: Politische Bildung und Digitalisierung in Forschung und Praxis

Am 04. April 2022 findet die Aufzeichnung der zweiten Ausgabe des POLIS-Podcasts digital via ZOOM statt. Der Podcast ist ein Format der Fach- und Verbandszeitschrift POLIS, herausgegeben von der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) e.V.

In dieser Aufgabe haben sich Dr. Gudrun Heinrich und Dr. Steve Kenner, verantwortliche Redakteur*innen der Ausgabe und Mitglieder des Bundesvorstandes der DVPB drei Gäste eingeladen, die mit ihrer Expertise aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam die Frage diskutieren, wie sich Demokratie und Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern und wie politische Bildung darauf reagieren kann und muss.  Die Gäste:

  • Ulrika Engler, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung
  • Prof. Dr. Matthias Busch, Universität Trier
  • Dejan Mihajlović, Lehrer und Referent beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg

Sie können bei der Aufzeichnung live dabei sein und sich mit Fragen via Chat beteiligen.
Melden Sie sich dafür bis zum 31. März 2022 an. Mail an: politische.bildung@uni-rostock.de

Urteilsfähigkeit statt Ideologie: Schulische Bildung muss zur demokratischen Persönlichkeitsentwicklung beitragen

Der Bundesvorstand der Deutsche Vereinigung für Politische Bildung unterstützt die Stellungnahme „Urteilsfähigkeit statt Ideologie: Schulische Bildung muss zur demokratischen Persönlichkeitsentwicklung beitragen“ des DVPB-Landesverbandes Sachsen zum Antrag der sächsischen AfD-Landtagsfraktion “Ökonomie statt Ideologie”. Die Stellungnahme kann hier abgerufen werden.