Genderthemen werden nicht nur seriös diskutiert, sondern auch als mediale Mode verschrien oder zu politischen Kampfbegriffen stilisiert. Beides schmälert die Bedeutung von Genderfragen in der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung in keiner Weise, sondern ergänzt neue Dimensionen zu alten Fragen sozialer Ungleichheiten und verwehrter Teilhabechancen, die sich über die Kategorie Geschlecht ausdrücken. Diese Ausgabe fokussiert, inwieweit sich Genderthemen und -diskurse in der politischen Bildung widerspiegeln und widerspiegeln sollten.
- Helle Becker „Auf den Prüfstand: Die mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Forschung zu politischer Bildung“
- Judith Goetz „Zwischen Chancen und Zwängen – Potenziale und Hindernisse genderbewusster (politischer) Bildung in der Schule“
- Christian Boeser und Susanne Offen im Gespräch mit Elia Scaramuzza: „Wir haben ein spannendes Angebot, weil wir keine einfachen Antworten präsentieren, sondern Ambiguitätstoleranz fordern und fördern“ – Ein Gespräch über Stand und Perspektiven einer geschlechterbezogenen politischen Bildung
- Annika Spahn „Der demokratische Beitrag von Homo-, Bi-, Trans- und Inter*freundlichkeit im Politikunterricht“
- Jonathan Vogt „Schulbuchforschung zu Geschlecht – Hintergründe, Ideen und Perspektiven“