Menschenrechte, die den Menschen nicht bekannt sind oder nicht verstanden werden, bleiben wirkungslos. Menschenrechtsbildung ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil der Entwicklung der Menschenrechte. POLIS stellt in diesem Heft unter schiedliche Facetten dieses Bildungsangebots vor. Peter Fritzsche beginnt mit einem Erfahrungsbericht aus seiner langjährigen Praxis der Menschenrechtsbildung. Sandra Reitz bietet dann einen Einblick in Theorie und Praxis der Menschenrechtsbildung von Amnesty International.
Diese NGO ist zu einem der einflussreichsten und vielseitigsten Anbieter im schulischen wie außerschulischen Bereich geworden. Oft wirkt Amnesty mit seiner Reputation wie ein Türöffner zum Thema. Peter und Thomas Kirchschläger informieren dann über „gute Praxis“ der Verankerung der Menschenrechtsbildung an der Pädagogischen Hochschule in Luzern. Mit guter Praxis in der Schule geht es im Interview mit der Bundeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen (UPS) Brigitte Wilhelm weiter, die über den Stellenwert der Menschenrechtsbildung an den UPS berichtet.
In der didaktischen Werkstatt zeigt dann zunächst Claudia Lohrenscheit, wie Kinderrechtsbildung zum Schlüssel für die Menschenrechtsbildung werden kann und welche didaktischen Hilfen beispielsweise mit „Compasito“ zur Verfügung stehen. Im zweiten Beitrag in dieser Rubrik stellen Anne von Oswald und Andrea Schmelz ihre (auch online verfügbare) Handreichung, „Lernen über Migration und Menschenrechte“ vor, in der eine aktuelle mit einer historischen Perspektive verbunden wird.
- K. Peter Fritzsche „Erfahrungen mit der Menschenrechtsbildung“
- Sandra Reitz „Der Beitrag von Amnesty International zur Menschenrechtsbildung“
- Peter G. Kirchschläger und Thomas Kirchschläger „MultiplikatorInnen und die Zukunft im Fokus“
- Interview Brigitte C. Wilhelm „Menschenrechtsbildung an UNESCO-Projektschulen“
- Claudia Lohrenscheit „Kinderrechte mit Compasito & Co. Menschenrechtsbildung für und mit Kindern“
- Anne von Oswald und Andrea Schmelz „Lernen über Migration und Menschenrechte: Der Umgang mit Flüchtlingen gestern und heute“