Über uns

Zeitschrift POLIS 01/2023: Die politische Pflanze

Im Rahmen der gegenwärtigen multiplen Krisen ist das Klima ein viel diskutiertes Thema. Zu wenig beachtet wird der rapide Verlust von pflanzlicher Vielfalt. Eine Rettung der pflanzlichen Biodiversität hat direkt mit den Überlebensmöglichkeiten von Menschen zu tun. Und es gibt Ansätze für politisches Handeln. So sind Wild- und Kulturpflanzen global Gegenstand politischer Erwägungen und Entscheidungen. In diesem Heft geht es um die aktuelle Rolle von Pflanzen, um internationale Politik der Pflanzen und auch um koloniale Aspekte. Ein Blick auf internationale Schulgartenarbeit ergänzt diese Perspektiven.

  • Andreas Eis „Pflanzen als politische Mitakteure? Chancen und Grenzen kollektiver Handlungsfähigkeit“
  • Cornelia Löhne „Botanische Gärten im Spannungsfeld von internationaler Politik und Gesetz“
  • Moira Zuazo „Quinoa – eine politische Pflanze“
  • Johanna Lochner „Potenziale und Risiken von Virtuellem Schulgartenaustausch“

Zeitschrift POLIS 04/2022: Ukraine

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist Krieg in Europa wieder traurige Realität. POLIS Heft 4-2022 gibt Einblicke in die Vorgeschichte des russischen Angriffskriegs, setzt sich mit den ökologischen und sozialen Folgen in den kriegsführenden Staaten und in Deutschland auseinander, beleuchtet die Perspektiven der Europäischen Union angesichts der russischen Aggression, stellt die Frage, wie friedenspädagogische Angebote in der kriegerischen Gegenwart aussehen können und gibt Impulse, den Ukraine-Krieg im Politikunterricht an den Interessen und Bildungsbedarfen der Schüler*innen orientiert aufzugreifen.

  • Felix Riefer „Von Anbeginn Richtung Angriffskrieg?“
  • Norman Laws „Der Ukraine-Krieg als soziale und ökologische Frage“
  • Christiane Lemke „Herausforderungen und Perspektiven der Europäischen Union angesichts des Ukraine-Krieges“
  • Hans Karl Peterlini über Selbstverständnis, Herausforderungen und Perspektiven der Friedenspädagogik. Plädoyer für „ein Lernen, das nicht im Reproduzieren des Vorgegebenen und schon Bekannten besteht, sondern sich auf die Suche macht“
  • Joshua Berg „Schüler*innenorientierter Unterricht am Beispiel des Ukraine-Krieges“

Zeitschrift POLIS 03/2022: Politische Bildung in Zeiten der Digitalität

Die Ausgabe 3/2022 der POLIS widmet sich Fragen der Digitalisierung, die mittlerweile nahezu alle Teilbereiche des öffentlichen Lebens und weite Teile des Privaten durchdringt. In den Fachbeiträgen und dem Forum werden soziologische, politikwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven und Diskurslinien aufgegriffen. Darüber hinaus wird das Schwerpunktthema des Heftes mit einer didaktischen Werkstatt abgerundet. Hier werden praxisnahe Anregungen zum Umgang mit digitalen Medien im Politikunterricht vorgestellt.

  • Robert Brumme „Digitalisierung und Ungleichheit: Zum Potenzial digitaler Technik, soziale Ungleichheit zu verringern“
  • Leonie Wunderlich, Sascha Hölig „Informationsorientierung junger Menschen im digitalen Medienumfeld – Herausforderungen und Potenziale für die politische Bildung“
  • Manon Westphal „Politisches Handeln in digitalen Öffentlichkeiten: Orientierungen für die politische Bildung“
  • Monika Waldis „Digital citizenship education für die durch digitale Technologien geprägte Lebenswelt“
  • Gudrun Heinrich, Steve Kenner: POLIS Podcast: „Digitalität & Politische Bildung“
  • Julia Hastädt „Methodische und didaktische Potenziale digitaler Medien im Politikunterricht – Beispiele aus der Praxis“

Zeitschrift POLIS 02/2022: Politik der politischen Bildung?!

Politische Bildung steht immer in einem politischen Kontext. Als Bestandteil von Demokratiepolitik wird sie durch politische Strukturen und Institutionen einerseits eingerichtet, oftmals finanziert und gesteuert. Andererseits ist politische Bildung kontrovers und in politischen Prozessen umkämpft, was sich beispielsweise in den unterschiedlichen schulischen Fachzuschnitten und Curricula zeigt. Das Heft gibt einen Einblick in die Politik der Politischen Bildung sowie zum Stand der fachdidaktischen Reflexion.

  • Franziska Wittau/Bettina Zurstrassen „Governance-Strategien für politische Bildung – am Beispiel der Auseinandersetzung um #SowiBleibt“
  • Hans-Joachim von Olberg „Die Vorgeschichte der DVPB bis zu ihrer Gründung 1965“
  • Julika Bürgin „Zur Politik der Demokratiebildung“
  • Werner Friedrichs „Terra democratica – demokratiepolitische Kartographie. Wie kommende Demokrat*innen orientieren?“
  • Julius Gast in Zusammenarbeit mit weiteren Mitgliedern der Initiative „Ich weiß, dass ich nichts weiß – Eine Schüler:inneninitiative setzte sich (erfolgreich) für eine Stärkung der Politischen Bildung an Berliner Schulen ein – ein Resümee“

Zeitschrift POLIS 01/2022: Gender – ein Thema der Politischen Bildung?!

Genderthemen werden nicht nur seriös diskutiert, sondern auch als mediale Mode verschrien oder zu politischen Kampfbegriffen stilisiert. Beides schmälert die Bedeutung von Genderfragen in der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung in keiner Weise, sondern ergänzt neue Dimensionen zu alten Fragen sozialer Ungleichheiten und verwehrter Teilhabechancen, die sich über die Kategorie Geschlecht ausdrücken. Diese Ausgabe fokussiert, inwieweit sich Genderthemen und -diskurse in der politischen Bildung widerspiegeln und widerspiegeln sollten.

  • Helle Becker „Auf den Prüfstand: Die mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Forschung zu politischer Bildung“
  • Judith Goetz „Zwischen Chancen und Zwängen – Potenziale und Hindernisse genderbewusster (politischer) Bildung in der Schule“
  • Christian Boeser und Susanne Offen im Gespräch mit Elia Scaramuzza: „Wir haben ein spannendes Angebot, weil wir keine einfachen Antworten präsentieren, sondern Ambiguitätstoleranz fordern und fördern“ – Ein Gespräch über Stand und Perspektiven einer geschlechterbezogenen politischen Bildung
  • Annika Spahn „Der demokratische Beitrag von Homo-, Bi-, Trans- und Inter*freundlichkeit im Politikunterricht“
  • Jonathan Vogt „Schulbuchforschung zu Geschlecht – Hintergründe, Ideen und Perspektiven“

Zeitschrift POLIS 04/2021: Politische Bildung und Corona

Diese Ausgabe der POLIS widmet sich einem Thema, das Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, aber auch die politische Bildung in den letzten zwei Jahren nachhaltig geprägt hat: Die Covid-19-Pandemie. Die Beiträge im Heft setzen sich mit den Auswirkungen der globalen Verbreitung des Corona-Virus auf Akteur*innen und Einrichtungen der schulischen und außerschulischen politischen Bildung auseinander.

  • Kerstin Pohl, Lars Schreiber, Veit Straßner „Politikunterricht während der Corona-Pandemie. Ergebnisse einer Fragebogenstudie“
  • Martina Tschirner „Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise“
  • Julia Oppermann „Die außerschulische politische Bildung in Corona-Zeiten und danach?!“
  • Gudrun Heinrich, Steve Kenner: POLIS Podcast. „Covid-19-Pandemie & politische Bildung“
  • Christopher Hempel „Corona-Politik im Planspiel. Ein Praxisforschungsprojekt zur Förderung demokratischer Handlungskompetenzen“

Zeitschrift POLIS 03/2021: Internationale Politik

In der globalisierten Welt lässt sich eine Vielzahl politischer Probleme nicht im nationalen Alleingang lösen. In nahezu allen Politikfeldern bedarf es übernationaler Absprachen. Auch bestehen verschiedenste Abhängigkeiten, die im Globalen zu sehen sind. Auf der medialen Projektionsfläche wird globale Politik jedoch weiterhin überwiegend als das Handeln von Nationalstaaten präsentiert oder über das Element einer nationalen Zugehörigkeit vereinfacht. Das Heft wirft den Blick auf aktuelle Gestaltungswege und Formen internationaler beziehungsweise globaler Politik.

  • Klaus Dingwerth „Jenseits der Zwischenstaatlichkeit: Global Governance als wissenschaftliche Revolution“
  • Nina Reiners „Wir sind die Vereinten Nationen! Zivilgesellschaft für Menschenrechte und Nachhaltigkeit“
  • Mariam Salehi „Transitional Justice in der Internationalen Politik“
  • Christian Buschmann „Model-United-Nations-Konferenzen – Ein Planspiel für die schulische und außerschulische Politische Bildung“

Zeitschrift POLIS 02/2021: Klimapolitik

Durch das zunehmende öffentliche Interesse und nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung hat Klimapolitik einen festen Platz auf der politischen Agenda errungen. Mit der wachsenden gesellschaftlichen Aufmerksamkeit verändern sich auch die politischen Handlungsspielräume. Diese Ausgabe beschäftigt sich damit, wie Klimapolitik verstanden werden kann, beleuchtet die Perspektive von Jugendlichen und Kindern auf das Thema und zeigt in der Didaktischen Werkstatt Strategien gegen den Missbrauch scheinbar klimapolitischer Argumentation durch Akteur*innen der extremen Rechten auf.

  • Edda Müller „Wie steht es um die Klimapolitik?“
  • Werner Friedrichs „Terrestrisch-Werden – Politische Bildungen im Anthropozän“
  • Steve Kenner „Engagement für den Klimaschutz als politische Bildungserfahrung“
  • Yvonne Blöcker, Birgit Redlich „Grundschulkinder und ihre Sichtweisen auf Umwelt- und Klimaprobleme“
  • Klara Kauhausen, Yannick Passeick „Völkischer Klimaschutz?! Strategien zum Umgang mit der Besetzung ökologischer Themen durch rechte Ideologien“

Zeitschrift POLIS 01/2021: Inclusive Citizenship

Ausgehend von Ideen der Citizenship Studies entwickelte sich die Forschungsperspektive Inclusive Citizenship für die politische Bildung. Im Zentrum des Ansatzes Inclusive Citizenship steht das Spannungsverhältnis zwischen zwei Bedeutungsdimensionen von Citizenship. Citizenship als Ordnung auf der einen Seite sowie Citizenship als Acts auf der anderen. Mit Acts of Citizenship sind diejenigen Kämpfe bezeichnet, mit denen genau diese Citizenship-Ordnungen infrage gestellt oder transformiert werden. In dieser Ausgabe wird dabei auf die migrationsgesellschaftlichen Aspekte fokussiert. Dieser Schwerpunkt zielt darauf, diesen Ansatz theoretisch zu vertiefen, sein Potenzial empirisch auszuloten und seine Grenzen zu diskutieren.

  • Engin Isin „Bedeutungen von Citizenship“
  • Nora Siklodi „Die Faszination (und das Fehlen davon) der europäischen Agenda der dualen Citizenship“
  • Andrea Szukala „Politische Bildung und demokratische Inklusion durch Bürgerschaft“Helge Schwiertz „Radikaldemokratische Bürgerschaft und migrantische Selbstorganisierung“
  • Malte Kleinschmidt / Dirk Lange „Inclusive Citizenship als Bildungspraxis – provisorische Leitlinien“

Zeitschrift POLIS 04/2020: Politische Bildung als Extremismusprävention

Politische Bildung soll die Entwicklung von Mündigkeit fördern und zur politischen Urteils- und Handlungsfähigkeit führen. Sie soll darüber präventiv gegen antidemokratische Menschen verachtende und Menschenrechte missachtende Einstellungen und Verhaltensweisen wirken. Politische Bildung ist aber viel mehr als Prävention gegen politischen Extremismus, darin sind sich die Autorinnen und Autoren dieses Heftes einig. Samuel Salzborn erörtert zunächst den in der bundesdeutschen Forschung weit verbreiteten statischen Extremismusbegriff, der auf der Annahme einer genuin nicht-extremistischen Mitte und zweier extremistischer Pole in der Gesellschaft beruht, und stellt diesem einen dynamischen gegenüber. Susanne Achour und Thomas Gill setzen sich kritisch mit dem Präventionsgedanken auseinander und zeigen auf, dass ein sicherheitspolitisches Konzept von Extremismusprävention in der politischen Bildung nicht brauchbar ist.

Daran knüpfen die Überlegungen von Benedikt Widmaier an, der danach fragt, ob die freiheitlich demokratische Grundordnung überhaupt ein Leitbegriff politischer Bildung sein kann. Katharina Rhein wirft einen Blick in die Geschichte der politischen Bildung und zeigt auf, wie sie in den Anfangsjahren der Bundesrepublik im Sinne eines positiven Verfassungsschutzes begriffen wurde. In der Didaktischen Werkstatt beschäftigen sich Martina Tschirner und Christoph Bauer mit aktuellen Unterrichtsmaterialien, die zur Prävention von Linksextremismus konzipiert wurden. Im Impuls dokumentieren wir eine Stellungnahme der Landeszentralen für politische Bildung zur aktuellen Lage und künftigen Aufgaben der politischen Bildung.

  • Samuel Salzborn „Extremismus und/oder Demokratie?! Zur Kritik des Extremismuskonzepts“
  • Susanne Achour/Thomas Gill „Extremismusprävention als politische Bildung?“
  • Benedikt Widmaier „Die ,freiheitliche demokratische Grundordnung´ – ein Leitbegriff für die politische Bildung?“
  • Katharina Rhein „Politische Bildung als positiver Verfassungsschutz? – Über ein deprimierendes Demokratieverständnis“
  • Martina Tschirner/Christoph Bauer „, Aufgeklärt statt autonom´: Eine fragwürdige Kampagne zur ,Prävention von Linksextremismus´“