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BuKO2015 „Ungleichheiten in der Demokratie“

2. bis 4. November 2015 in Duisburg

Vor dem Gesetz sind alle Bürgerinnen und Bürger gleich. Das ist eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie. Auch gibt es Regelungen, die für Chancengerechtigkeit und Schutz vor Diskriminierung sorgen sollen, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz oder die unterschiedlichen Gleichstellungsgesetze auf Länderebene. Trotzdem wird in Politik, Medien und Wissenschaft zunehmend darüber diskutiert, inwiefern auf nationaler, aber auch auf europäischer und globaler Ebene die Klüfte zwischen den Menschen größer werden und sich Ungleichheiten verschärfen und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Beim Bundeskongress haben wir aktuelle Befunde über asymmetrische Entwicklungen zur Diskussion gestellt. Insbesondere ging es um Entwicklungen, die aktuell an Relevanz gewinnen und über die bereits Debatten in den Medien angestoßen wurden, bei denen aber in breiten Bevölkerungsschichten noch Orientierungsbedarf besteht. Dazu gehören z.B. die Entstehung von Daten- und Technologiemonopolen, der in diesem Zusammenhang prognostizierte Einfluss auf menschliches Konsum- und Kommunikationsverhalten, veränderte Wertschöpfung, das Verschwinden der Arbeit und daraus resultierende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen.

Leitfragen waren demnach: Welche (neuen) Asymmetrien entwickeln sich aktuell und welche Auswirkungen auf die Demokratie lassen sich absehen? Auf welche Weise entstehen Ungleichheiten und Asymmetrien? Wie viel Ungleichheit verträgt eine demokratische Gesellschaft und wie kann man diesem scheinbaren Automatismus des Auseinanderdriftens entgegenwirken, sofern dieser als problematisch eingeschätzt wird? Wer ist gefragt und wo liegt die besondere Aufgabe politischer Bildung?

„Wie viel Ungleichheit verträgt die Demokratie?“ – so lautete die Keynote von Prof. Dr. Benjamin Barber, der im Landschaftspark Duisburg-Nord den 13. Bundeskongress Politische Bildung eröffnete. An der dreitägigen Kooperationsveranstaltung von DVPB, bpb und bap nahmen im März diesen Jahres ca. 1.000 Akteure und Interessierte aus Politik, Medien, Wissenschaft und Praxis teil. In den thematischen Sektionen diskutierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Herausforderungen wie „Europa zwischen Inklusion und Exklusion“, den „Wandel der Arbeitswelt“ oder die „Entwicklung der Städte“. In der unter Federführung der DVPB gestalteten Sektion „Wie politisch ist die Politische Bildung?“ setzten sich Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender, Prof. Dr. Klaus Peter Hufer, Prof. Dr. Reinhold Hedtke und Prof. Dr. Sibylle Reinhardt mit dem Selbstverständnis Politischer Bildung, Entpolitisierungstendenzen und dem Ziel der Partizipationsbefähigung auseinander. Dr. Ulrich Krüger, Vorsitzender des in die Kongressorganisation eingebundenen Landesverbandes NRW, moderierte die gut besuchte Veranstaltung. Die über 50 angebotenen Workshops beinhalteten diverse methodische Formate zu thematischen Schwerpunkten wie u.a. Bildungsgerechtigkeit, Medienmündigkeit oder der politischen Teilhabe von Minderheiten.

Alle weiteren Informationen zum BuKo2015 finden Sie hier.