Während bis zur weltpolitischen Wende 1989/90 die großen Konfliktlinien zwischen Ost und West, Kommunismus und freiheitlicher Demokratie, zwischen links und rechts identifizierbar waren, hat sich seither eine globale geopolitische Differenzierung ereignet, in der neue Machtzentren entstanden sind. Dabei haben zunehmend religiöse Elemente an Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund widmet sich diese POLIS-Ausgabe dem Verhältnis von Religion und Politik und fragt nach den Möglichkeiten Politischer Bildung.
- Daniela Haarhuis „Das Verhältnis von Religion und Staat – Vom Gottesstaat bis zum Laizismus“
- Armin Scherb „Eine Religion civile als normativ-pädagogisches Zentrum freiheitlicher Demokratie?“
- Tarek Badawia „Islamstunde als ein Raum ,Dazwischen´ und eine Chance auf neue Begegnung mit der Religion“
- Hannah Hosseini im Interview mit Nour El-Amine „Auch im Härtefall kein Schutz – Wenn die Kirche eingreifen muss“
- Tabea Kretschmann „Wie weit gilt die Religionsfreiheit? Eine Dilemmadiskussion über einen Auszug aus Ian McEwans Roman Kindeswohl“