Über uns

Die gegenwärtige Migrationsgesellschaft steht vor Herausforderungen, denen sich auch die Politische Bildung stellen muss. Die Politische Bildung sollte sich fragen, ob sie hinreichend zur Kenntnis genommen hat, welche Konsequenzen der migrationsbedingte Wandel für die Entwicklung des Bürgerbewusstseins hat. Genügen die aktuellen Konzeptionen interkultureller politischer Bildung den Anforderungen einer mündigen Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger in der Migrationsgesellschaft?

Zum Auftakt plädiert Dirk Lange in seinem Beitrag über Migrationspolitische Bildung für eine stärkere Reflexion dieses Themas in der Politischen Bildung und die Entwicklung adäquaterer Bildungsmaßnahmen. Anschließend stellt Sven Rößler Neuere Ansätze der Migrationsforschung vor, wobei er historisch gewachsenen Vorstellungen über Migrations- und Integrationsprozesse aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gegenüberstellt. Tammo Grabbert analysiert die Ergebnisse einer Studie über Migration im niedersächsischen Schulbuch. Er verweist auf die Notwendigkeit einer Ausrichtung an neuen migrationsdidaktischen Prinzipien. Im Rahmen einer Untersuchung diskutiert Andreas Lutter, inwiefern in den Schülervorstellungen didaktische Anknüpfungspunkte für die migrationspolitische Bildung ersichtlich werden. Meike Jens präsentiert in der Didaktischen Werkstatt ein internationales Projekt zur Lehrer/-innenfortbildung im Rahmen einer Diskriminierungskritischen politischen Bildung. Auf S. 32 erörtert Andreas Brunold die aktuelle Diskussion um die Fachbezeichnung der Politikdidaktik. Die Leser sind zur Diskussion gerne eingeladen; entsprechende Beiträge können in einem nächsten Heft veröffentlicht werden. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

  • Dirk Lange „Migrationspolitische Bildung“
  • Sven Rößler „Neuere Ansätze der Migrationsforschung“
  • Tammo Grabbert „Migration im niedersächsischen Schulbuch“
  • Andreas Lutter „Migration und Integration im Bürgerbewusstsein“
  • Meike Jens „Diskriminierungskritische politische Bildung“